ZARA-Finanzierung „für 2026 gesichert“
Nach dem am Montag bekannt gewordenen Förderstopp für die Anti-Rassismus-Beratungsstelle ZARA ist laut Vizekanzler Babler und Frauenministerin Holzleitner (beide SPÖ) die Finanzierung für 2026 nun gesichert.

Man stelle aus den beiden Ressorts jeweils 150.000 Euro zur Verfügung, so die beiden Regierungsmitglieder am Nachmittag. Familienministerin Bauer (ÖVP) hatte zuvor die bisherige Förderung nicht mehr genehmigt.
Man stehe mitten in den Budgetverhandlungen, „dennoch war es uns beiden wichtig, schnell zu reagieren“, so Babler. Es gehe um Gewaltschutz.
23.4.2026
https://text.orf.at/channel/orf1/page/118/1.html
Opferschutzstelle ZARA droht Aus
Die Opferschutzstelle ZARA gegen Hass im Netz und Rassismus muss ihre Arbeit
ab sofort massiv einschränken. Für neue Fälle werden keine Beratungen mehr angeboten.
Ende Juni droht dem Verein ohne eine kurzfristige Finanzierung laut „Standard“ das endgültige Aus.
Der Grund: Das Bundeskanzleramt streicht alle Fördergelder für den Kampf gegen Hass im Netz.
Seit 2018 wurde der Verein vom Bund mitfinanziert, zuletzt vom Familienministerium.
Dieses nennt nun „budgetäre Gründe“.
20.4.2026 Seite 116.1 – ORF 1 – teletext.ORF.at
Breite Kritik an Förder-Aus für ZARA
Scharfe Kritik am Förder-Aus für ZARA kam von vielen Institutionen. Die Gleichbehandlungsanwaltschaft betonte, jede NGO – „so auch ZARA“ -ist ein „wichtiges Puzzleteil“.
SOS Mitmensch sieht „einen Anschlag auf die AntiRassismus-Arbeit in Österreich“.
Die Streichung sei ein „verheerendes Signal für Betroffene von Hass und Gewalt“, so die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien.
„Gerade jetzt die Subvention für diesen wichtigen Bereich des Opferschutzes zu streichen, ist ein fatales Zeichen“, so die Katholische Aktion.
Auch die Grünen fordern eine Rücknahme des Förderungsstopps.
Man habe alle 18 Mitarbeiter/innen vorsorglich kündigen müssen, so eine ZARA-Sprecherin.
20.4.2026 Seite 117.1 – ORF 1 – teletext.ORF.at