Karawankentunnel – Zweite Tunnelröhre feierlich eröffnet

Nach sieben Jahren Bauzeit wurde am Mittwoch die zweite Röhre des Karawanken-Autobahntunnels zwischen Kärnten und Slowenien für den Verkehr freigegeben. Mit zwei Festakten, beim Nordportal und direkt an der Staatsgrenze im Tunnel, wurde der Abschluss des 260 Millionen Euro teuren Projekts gefeiert.

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Knapp 35 Jahre nach der Eröffnung der Karawanken-Autobahn ging am Mittwoch die zweite Tunnelröhre in Betrieb. Sie ist, wie die bestehende, knapp acht Kilometer lang und gilt als Meilenstein für eine rasche und sichere Verbindung zwischen Österreich und Slowenien.

Infrastrukturminister Hanke zu Gast

Dementsprechend groß wurde die Freigabe auch gefeiert. Neben Vertretern von ASFINAG, Land und Landesregierung kamen auch Anrainer und zwei Bundesminister zum Festakt beim Nordportal. „Wenn Bund, Land, Gemeinde gemeinsame Sache machen, dann gelingen solche Großprojekte“, so Infrastrukturminister Peter Hanke (SPÖ).

„Diese Wirtschaftsregion ist für uns in Österreich enorm bedeutend, aber auch der dadurch noch bessere Zugang zum Meer, um unsere Produkte auch gut zu verschiffen, aber auch um mehr Touristen aus dem Süden besser und leichter in das schöne Kärnten holen zu können“, so Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP).

Modernste Technik für Verkehrssicherheit

Anschließend ging es in die neue Tunnelröhre, die mit modernster Technik ausgestattet ist. „Bei uns wird Verkehrssicherheit groß geschrieben, wir haben sehr viel Sicherheitstechnik. Die Tunnel sind ausgestattet mit Löschwasserleitungen, mit neuen Videosystemen und modernsten Entlüftungsanlagen, damit die Tunnel für den Fall der Fälle verkehrssicher bleiben“, so ASFINAG-Vorstand Hartwig Hufnagl.

„Ohne eine adäquate und funktionierende Infrastruktur funktioniert die Wirtschaft nicht und man hat als Arbeitsstandort einen Nachteil und vor allem auch gemeinschaftlich und deshalb ist es eine ganz wichtige und entscheidende Investition“, so Verkehrsreferent Martin Gruber (ÖVP).

Für Peter Kaiser war die Eröffnung eine seiner letzten großen Amtshandlungen als Landeshauptmann. Der Ausbaus des Karawankentunnels neben der Koralmbahn eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte für Kärnten. „Man hat immer das Gefühl, man war von Anfang bis Ende bei einem sehr wichtigen Projekt dabei, ein Projekt, das den Norden mit dem Süden verbindet“, so Kaiser.

Bei Kilometer 4,5, unmittelbar an der Staatsgrenze, fand der zweite Teil des des Festakts statt, gemeinsam mit den Vertretern aus Slowenien. Nach einer Lasershow wurde symbolisch das Band durchgeschnitten und der Tunnel eröffnet.

Alte Röhre wird saniert

Die ersten Autos werden am Freitag durch die neue Röhre fahren. Damit ist das Nadelöhr aber noch nicht beseitigt.
Ab nächster Woche wird der gesamte Verkehr durch die neue Röhre geführt. Dann startet die Generalsanierung der alten Röhre, die drei Jahre dauern und 125 Millionen Euro kosten soll. Ab dem Frühjahr 2029 werden dann beide Tunnelröhren befahrbar sein.

red, kaernten.ORF.at

Karawankentunnel: Neue Röhre öffnet

Online seit 18.3.2026, 19.09 Uhr

Zweite Tunnelröhre feierlich eröffnet – kaernten.ORF.at