Frauen verdienen noch immer weniger als Männer

Wie Lohntransparenz die Einkommensschere schließen kann – alle Umfrageergebnisse

Das Wichtigste in Kürze

  • Frauen verdienen in Österreich im Schnitt 16,27 Prozent weniger als Männer
  • Lohntransparenz schafft Klarheit und hilft, Lohndiskriminierung aufzudecken
  • Die EU-Richtlinie verpflichtet Unternehmen zu mehr Offenheit und schützt Beschäftigte
  • Der ÖGB fordert schnelle Umsetzung ohne Schlupflöcher, auch für kleinere Betriebe, und ein Ende von Gehaltsgeheimnissen

Hier den Endbericht downloaden:

Wer nicht weiß, was Kolleginnen und Kollegen verdienen, kann sich auch schwer gegen Ungleichheit wehren. Genau das ist das Problem: Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen bleiben oft unsichtbar – obwohl sie real sind.

Nur wenn sichtbar wird, wer wie viel verdient, kann die Lohnschere geschlossen werden. Die EU-Richtlinie zur Lohntransparenz ist ein wichtiges Werkzeug für mehr Fairness, Gleichstellung und Gerechtigkeit im Arbeitsleben.

Christa Hörmann, gf. ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende

Dieser Mangel an Transparenz verschärft das Problem. Deshalb hat die Allianz für Lohntransparenz NEU eine umfassende Umfrage zur Einkommensgerechtigkeit durchführen lassen. Die Ergebnisse sind eindeutig und zeigen: Frauen fordern mehr Transparenz, bessere Information und ein gerechtes Einkommen für vergleichbare Arbeit. 

  1. In Österreich ist das Einkommen noch immer ein Tabu: Wenige wissen, wie der eigene Lohn oder das eigene Gehalt zustande kommt.
    • Nur 16 Prozent der Befragten wissen, was die Kolleg:innen für vergleichbare Arbeit verdienen,  
    • die Hälfte weiß es nur ungefähr,  
    • ein Drittel tappt völlig im Dunkeln. 
  2. Arbeitnehmer:innen wünschen sich mehr Transparenz: 
    • 90 Prozent wollen klare Infos zu Überzahlungen, Zulagen, Boni und Pauschalen.
    • 80 Prozent möchten wissen, was im Durchschnitt für ähnliche Tätigkeiten gezahlt wird.   
  3. Die Allianz für Lohntransparenz fordert: 
    • Rasche und wirksame Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie
    • Einkommensberichte in allen Betrieben – auch unter 100 Beschäftigten. 
    • Transparenz bei allen Einkommensbestandteilen  
    • Eine starke Monitoringstelle, die Betriebe unterstützt.

30. Oktober 2025

Barbara Kasper

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