Pensionen werden gestaffelt angepasst

Die Koalition beschließt bei den Pensionen eine Staffelung: Nur jenen bis 2.500 Euro wird die Inflation
voll abgegolten. Bei Bezügen darüber gibt es einen Fixbetrag von 67,50 Euro. Im Schnitt wird die Anpassung so 2,25 Prozent betragen.

Seniorenvertreter haben den Koalitionskompromiss bereits im Vorfeld abgelehnt. Sie wollten eine Inflationsabgeltung für alle Pensionistinnen und Pensionisten. Es gibt aber durchwegs auch positive Reaktionen.

Schumann sieht „faire“ Lösung

Sozialministerin Schumann (SPÖ) betonte, dass 71 Prozent der Pensionisten die Teuerung voll abgegolten werde. Daher sieht sie eine „faire“ Lösung. Dass man mit den Pensionistenvertretern zu keiner einvernehmlichen Lösung gekommen war, bedauert sie: „Es tut mir leid, dass wir die Wünsche nicht erfüllen können“, verwies Schumann auf die schwierige budgetäre Situation. Es habe aber ein wertschätzender Austausch stattgefunden. An ein dauerhaftes Zerwürfnis bezüglich Verhandlungen in anderen Bereichen glaubt sie nicht.

Badelt begrüßt Pensionseinsparungen

Dass Pensionist/innen mit Pensionen über 2.500 Euro die Teuerungsrate nicht zur Gänze abgegolten bekommen, begrüßt Fiskalrat-Chef Badelt grundsätzlich.
„Es ist wichtig, an dieser Front zur Budgetsanierung beizutragen“, so Badelt heute im Ö1-Morgenjournal.Gleichzeitig warnt der Fiskalrat-Chef vor langfristigen Problemen für Bezieher höherer Pensionen, die zunehmend Kaufkraft verlieren würden. Eine soziale Staffelung sei nur kurzfristig vernünftig.

Das Versicherungsprinzip müsse gewahrt bleiben, sonst drohe ein Vertrauensverlust im Pensionssystem,
so Badelt.

12.9.2025

Quelle; teletext.ORF.at