DAS BRINGT DAS JAHR 2026
Die Pensionen werden um 2,7 Prozent erhöht. Bei Pensionen über 2.500 Euro gibt es einen Fixbetrag von 67,50 Euro. Der Richtsatz für Mindestpensionen steigt auf 1.308,39 Euro. Das Frauenpensionsalter steigt auf 61,5 Jahre, das Antrittsalter der Korridorpension auf 63 Jahre. Neu ist die Teilpension, die großteils die Altersteilzeit ablöst. Die Arbeit wird dabei um 25 bis 75 % reduziert, neben dem Gehalt wird ein Teil der Pension schon ausbezahlt.

Die Sozialhilfe wird leicht um rund 1,65 % angehoben. Einige Bundesländer führen zudem strengere Regeln ein. Familienleistungen wie Familienbeihilfe und Kinderabsatzbetrag werden heuer nicht an die Inflation angepasst. Seite 113.1 – ORF 1 – teletext.ORF.at
Das Pflegegeld wird mit Jahreswechsel um 2,7 % erhöht. Angepasst wird auch der Bonus für pflegende Angehörige – er beträgt 134,30 Euro pro Monat, statt wie bisher 130,60 Euro. Der Eltern-Kind-Pass wird ab 1.Oktober digital. Erleichterungen gibt es bei der Krankenversicherung in der Elternkarenz. Bei Verhütungsmitteln und Periodenprodukten fällt die Umsatzsteuer weg. Die Rezeptgebühr wird heuer eingefroren und bleibt bei 7,55 Euro. Der Kostendeckel für die Gebühren-Befreiung wird schneller erreicht – es werden nun alle erstattungsfähigen Medikamente erfasst, auch jene die weniger als die Gebühr kosten. Die Kostenbeteiligung für Heilbehelfe steigt von 43 auf 46,20 Euro. Seite 114.1 – ORF 1 – teletext.ORF.at
Trotz anhaltend hoher Inflation sind die Lohnabschlüsse deutlich niedriger als zuletzt ausgefallen. Die Gehälter im öffentlichen Dienst steigen um 3,3 % – aber erst ab Juli. Die Metaller-Gehälter stiegen schon im November um 1,41 Prozent, die Mindestlöhne um 2 Prozent. Im November 2026 werden die Löhne um 1,9 bzw 2,1 Prozent angehoben. Für die Beschäftigten im Handel wurde ein Gehaltsplus von 2,55 Prozent beschlossen. Die Inflation soll heuer spürbar sinken. Das Wirtschaftsforschungsinstitut prognostiziert eine Inflationsrate von 2,6 Prozent, die Nationalbank sogar 2,4 Prozent. Seite 115.1 – ORF 1 – teletext.ORF.at
Die Steuerstufen bei der Einkommenssteuer werden um 1,73 Prozent angehoben – damit steigt der jährliche Grundfreibetrag auf 13.539 Euro. Auch diverse Absetzbeträge und Bezugsgrenzen werden um 1,73 Prozent angehoben. Der Spitzensteuersatz von 55 % gilt unverändert für Einkommen ab einer Million Euro. Überstunden bleiben weiter steuerlich begünstigt – bis zu 15 Stunden und maximal 170 Euro pro Monat. Ab 1.Februar wird der Fixkostenanteil der Tabaksteuer von derzeit 83,50 Euro je 1.000 Stück auf 85,50 Euro erhöht, der variable Teil der Steuer bleibt bei 32 Prozent. Ab April gilt die Steuer auch für Nikotinbeutel und Liquids für E-Zigaretten. Seite 116.1 – ORF 1 – teletext.ORF.at
Neu für Schülerinnen unter 14 Jahren ist das Kopftuchverbot ab dem neuen Schuljahr 2026/27. Bei Verstößen drohen Geldstrafen von bis zu 800 Euro. Schülerinnen und Schüler mit Deutschförderbedarf müssen künftig verpflichtend die Sommerschule besuchen. Geldstrafen von bis zu 800 Euro sind auch für Eltern vorgesehen, wenn sie ihre Kinder nicht bei der „Reintegration“ nach einer Suspendierung unterstützen. Bei der mündlichen Matura reicht die bloße Mitwirkung nicht mehr. Im Hochschulbereich wird der digitale Studierendenausweis eingeführt. Das Psychotherapie-Masterstudium wird erstmals angeboten. Das neue Lehramtsstudium für die Sekundarstufe startet. Seite 117.1 – ORF 1 – teletext.ORF.at
Menschen ohne Arbeit dürfen künftig nur mehr in Ausnahmefällen geringfügig dazuverdienen. Ausnahmen gibt es für Ältere, Langzeitarbeitslose sowie für Menschen mit Behinderung und nach langen Krankenständen. Die Bildungskarenz kann nicht mehr im Anschluss an die Elternkarenz in Anspruch genommen werden. Zudem erhöht sich die Zahl der vorgeschriebenen Wochenstunden. Ab 8.Juli soll die neue Weiterbildungszeit beantragbar sein. Für freie Dienstnehmer und Dienstnehmerinnen können nun Kollektivverträge abgeschlossen werden. Es gelten neue Kündigungsregeln – die Frist beträgt 4 Wochen, nach 2 Dienstjahren 6 Wochen. Seite 118.1 – ORF 1 – teletext.ORF.at
Der Preis für das österreichweite Klimaticket steigt auf 1.400 Euro. Auch die meisten regionalen Klimatickets bzw. Jahreskarten werden teurer. Nur in Kärnten gibt es keine Preiserhöhung. In Wien werden zusätzlich das Parkpickerl und die Kurzparkscheine um rund 30 Prozent erhöht. Die Jahresvignette für Autos kostet 106,80 Euro, für Motorräder 42,70 Euro. Der Pendlereuro wird von 2 Euro auf 6 Euro verdreifacht – als Kompensation für den abgeschafften Klimabonus. E-Mopeds gelten ab Oktober 2026 nicht mehr als Fahrräder, sondern als Kraftfahrzeug und dürften nicht mehr auf Radwegen fahren. Seite 119.1 – ORF 1 – teletext.ORF.at
Heuer wird es mit der Mietpreisbremse erstmals Preiseingriffe im ungeregelten, privaten Wohnbereich geben. Beträgt die Inflation über 3 Prozent, darf der Wert darüber nur mehr zur Hälfte an die Mieterinnen und Mieter weitergegeben werden. Altbau- und Gemeindebaumieten wurden wiederum 2025 eingefroren, sie durften also gar nicht erhöht werden. Für heuer und nächstes Jahr gibt es feste Deckel: 2026 dürfen die Mieten um maximal ein Prozent steigen, 2027 um maximal zwei Prozent. Laut Mietervereinigung Österreich sollen sich Mieter 2025 und 2026 so mehr als 300 Millionen Euro sparen. Seite 120.1 – ORF 1 – teletext.ORF.at
Lediglich zwei Gemeinderatswahlen finden sich im heurigen Wahlkalender: St.Pölten wählt Ende Jänner, hier hat Langzeitbürgermeister Stadler (SPÖ) gute Chancen auf eine weitere Amtszeit. In Graz stellt sich Elke Kahr (KPÖ) Ende September der Wiederwahl. Im Jänner startet zudem der Untersuchungsausschuss zum Tod des früheren Justizsektionschefs Christian Pilnacek. Im Frühjahr tritt Peter Kaiser (SPÖ) nach 13 Jahren als Kärntner Landeshauptmann zurück und übergibt an Daniel Fellner. Zur Wiederwahl stellt sich SPÖ-Bundesparteichef Babler im März. Gegenkandidaten gibt es bisher keinen, Gerüchte über ein Polit-Comeback von Christian Kern häufen sich aber. Seite 121.1 – ORF 1 – teletext.ORF.at
Mit Zypern im Jänner und Irland im Juli übernehmen 2026 zwei Länder die EU-Ratspräsidentschaft, von denen nicht viel Kontroverses zu erwarten ist. Zu ihren Prioritäten wird auch das Vorantreiben des EU-Erweiterungsprozesses gehören. Besonders ehrgeizig ist hier das kleinste Kandidatenland Montenegro, das die Verhandlungen im kommenden Jahr abschließen möchte, um Anfang 2028 zum 28.EU-Mitglied zu werden. Neben Montenegro machen sich fünf weitere Westbalkan-Staaten, die Ukraine und Moldau sowie Georgien und die Türkei Hoffnungen auf einen EU-Beitritt. Georgien gilt jedoch nach einem pro-russischen Schwenk nur noch auf dem Papier als U-Bewerber. Seite 122.1 – ORF 1 – teletext.ORF.at
Gleich auf mehreren Sondergipfeln 2026 dürfte über das EU-Mehrjahresbudget ab dem Jahr 2028 verhandelt werden. Die Positionen von EU-Kommission, Europaparlament und Mitgliedsstaaten sind diesmal nämlich besonders weit auseinander. Österreich stößt sich etwa daran, dass das Gesamtbudget massiv erhöht, im Agrarbereich aber deutlich gekürzt werden soll. Erschwert werden die Verhandlungen dadurch, dass ab 2028 auch die Gelder aus dem Corona-Wiederaufbaufonds zurückgezahlt werden müssen. Eigentlich sollte dies über neue EU-Eigenmittel wie eine Plastiksteuer erfolgen, doch fehlen diesbezüglich Beschlüsse. Seite 123.1 – ORF 1 – teletext.ORF.at
Quelle: teletext.ORF.at
1. Jänner 2026