ChatGPT imJob –was geht,was nicht?

Künstliche Intelligenz (KI) verändert unsere Arbeitswelt und sorgt auch für viele Unsicherheiten. Umso wichtiger ist der richtige Umgang mit Programmen wie ChatGPT.
Wir klären auf, was erlaubt ist – und wer bei Fehlern haftet.


Darf ich ein KI-Programm wie ChatGPT bei der Arbeit nutzen?
Du darfst das nur, wenn dein:e Vorgesetze:r das erlaubt. Frage vorher nach. Viele Firmen haben eigene Regeln, ob und wie du KI-Tools nutzen darfst und ob das Unternehmen ein bestimmtes Tool empfiehlt. So bist du auf der sicheren Seite und vermeidest Ärger, weil du vielleicht gegen interne Vorschriften verstößt.

Welche Informationen darf ich in eine KI eingeben?
Gib keine personenbezogenen Daten oder Firmengeheimnisse in ein KI-Tool ein. Viele KI-Systeme speichern und verwenden die Eingaben, um sich zu verbessern oder neue Modelle zu trainieren. Bei kostenlosen Online-Diensten weißt du oft nicht, was mit deinen Daten passiert. Deshalb gilt: Halte dich an die Regeln deines Unternehmens und frage im Zweifel die zuständige Person, bevor du sensible Daten eingibst.

Muss ich KI-erzeugte Inhalte noch einmal überprüfen?
Ja, das solltest du unbedingt tun! KI-Tools sind keine zuverlässigen Quellen und können Fehler oder falsche Informationen liefern. Deshalb solltest du alles, was die KI erstellt, genau prüfen und gegebenenfalls überarbeiten, bevor du es weitergibst. So vermeidest du, dass sich Fehler oder
falsche Angaben weiterverbreiten.

Wer ist verantwortlich, wenn die KI einen Fehler macht?
In der Regel bist du als KI-Nutzer:in verantwortlich, wenn dabei ein Fehler passiert. Die KI selbst kann keine Verantwortung übernehmen. Du musst darauf achten, dass die Ergebnisse korrekt sind und den Vorschriften entsprechen. Der Arbeitgeber muss klare Regeln für die Nutzung von KI
vorgeben und die Beschäftigten darauf vorbereiten.

Warum ist Datenschutz bei der Nutzung von KI so wichtig?
Viele KI-Anwendungen speichern und nutzen die eingegebenen Daten, um sich zu verbessern. Das ist ein Problem, wenn es um persönliche oder geschäftliche Informationen geht. Ein Verstoß gegen den Datenschutz kann schlimme Folgen haben, auch für dich als Beschäftigte:n. Arbeitgeber müssen dich über die Regeln informieren und erklären, was passiert, wenn jemand gegen den Datenschutz verstößt.

Was hat der Betriebsrat mit KI am Arbeitsplatz zu tun?
Der Betriebsrat darf mitreden, wenn KI die Arbeit über wacht oder wenn es die Daten der Mitarbeiter:innen betrifft. Das gilt zum Beispiel, wenn KI bei Leistungsbewertungen oder Kontrollen eingesetzt wird. Wenn personenbezogene Daten verarbeitet werden, muss es eine Betriebsvereinbarung geben. Bei KI-Systemen mit hohem Risiko muss der Betriebsrat vorher informiert werden. So werden die Rechte der Beschäftigten geschützt.

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